top of page

...und was ist mit Energie und Klimaschutz?

  • 17. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

 

Ist Ihnen beim Betrachten der schönen Luftbilder von unserer Stadt, wie zum Beispiel auf den Ravensburger Puzzle von Böblingen, auch aufgefallen, dass auf städtischen Gebäuden oder Hallen so gut wie keine Photovoltaik aufgestellt ist? Auch nicht einmal auf neu sanierten Hallen wie der Murkenbachsporthalle, wo erst vor Kurzem umfangreiche Dacharbeiten gemacht wurden, oder Neubauten der stadteigenen BBG wie dem 'Pulse' in der unteren Vorstadt?

Das erscheint mir sehr verwunderlich, da ja schon viele Mitbürgerinnen und Mitbürger eigenen Strom aus Solarzellen gewinnen und eine Speicherbatterie nutzen. Sie wurden durch ihre Investition fast autarke Selbstversorger und sind deshalb mehr als überzeugt vom Nutzen ihres selbstproduzierten Stroms.

Bei der Befragung aller Böblinger Bürgerinnen und Bürger, Gewerbe und Unternehmen, was wir von unserer Energie erwarten, wird die Antwort sein: günstig und CO2-emissionsfrei. Also stellt sich die Frage umso mehr, auf was wartet die Stadt, um konsequent alle notwendigen Ressourcen an grüner und kostengünstiger Energie zu nutzen und endlich das bereits beschlossene Klimaneutralitätskonzept umzusetzen? Es verfolgt das Ziel der Klimaneutralität von Böblingen bis 2035 und ist die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts, das schon 2012 vom Gemeinderat beschlossen wurde.

Zudem sind ja mittlerweile die Stadtwerke Stromanbieter für uns alle geworden und können die hier produzierte Energie direkt an alle hier in Böblingen und Dagersheim liefern.

In den 80er Jahren ging ich als junger Schüler, wie auch die überwiegende Mehrheit von uns damals, auf die Straße, um gegen das Restmüllheizkraftwerk zu demonstrieren. Leider ohne Erfolg. Jetzt müssen wir halt das Beste daraus machen. Es wurde zum Glück in ein notwendiges, technisch hochwertiges Filtersystem investiert, um die Schadstoffe im Abgas zu minimieren. CO2 wird jedoch weiterhin in großen Mengen ausgestossen. In Anbetracht der Umweltbelastung und der wohl in Zukunft geltenden Pflicht für den Kauf von CO2-Zertifikaten auch für das Restmüllheitzkraftwerk muss zusammen mit unseren Partnern in eine Anlage zur Abscheidung des entstehenden CO2 investiert werden, welche sich schon in naher Zukunft rentabilisieren wird.

Zu den wichtigsten und notwendigsten Investitionsprogrammen für die Bereitstellung von kostengünstiger grüner Energie gehören für mich: Photovoltaik auf sämtlichen Gebäuden, die der Stadt gehören, und wo es technisch möglich ist und das Angebot der Stadt, den Überschuss an selbstproduziertem Strom aller Bürgerinnen und Bürger in Böblingen und Dagersheim zu einem angemessenen Preis zu kaufen

Dadurch geben wir der Bürgerschaft Investitionssicherheit für die Anschaffung von Anlagen zur eigenen alternativen Energiegewinnung, damit schließlich der von uns allen benötigte Strom zu einem günstigen Preis angeboten werden kann. Zusätzlich sollten auf städtischen Flächen, die nicht bebaut werden können, Mini-Solarparks entstehen.

Da wir neben der Fernwärme noch zusätzliche Wärmequellen benötigen, muss auch die nahezu kostenfreie Wärme unserer Thermalquelle genutzt werden, um die angeschlossenenen Haushalte und Betriebe kostengünstig durch eine Groß-Wärmepumpe mit Fernwärme zu versorgen. In naher Zukunft wird in Dachau aus warmem Thermalwasser, in Ludwigsburg aus Neckarwasser und bei Köln aus Rheinwasser Wärmeenergie gewonnen und in das Fernwärmenetz eingespeist. Wir in Böblingen können das auch.

Günstige und saubere Energie - d. h. Strom sowie Fernwärme - bedeuten niedrige Miet- und Betriebsnebenkosten und sind ein wichtiger Standortvorteil, um Unternehmen und Fachkräfte hier nach Böblingen zu holen und hier zu halten. Dadurch werden auch die städtischen Einnahmen durch Gewerbe- und Einkommensteuer langfristig gesichert, um in Zukunft ausreichend Geld für Investitionen zu haben.

 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Gedanken zu spezifisch Dagersheimer Themen

Rappenbaumschule Sindelfingen plant statt dem einen Schul- und Sportcampus, möchte aber unbedingt statt der bisherigen Hauptschule, die gerade abgerissen wird, eine weitere Grundschule. Sindelfingen h

 
 
bottom of page