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Böblingen und Dagersheim als 'großes innovatives Dorf'...und wie die Sicherheit erhöht werden kann.

  • 17. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

 

Sicherheit kann man nicht nur an den Statistiken zur Kriminalität einschätzen, sondern Sicherheit ist vornehmlich auch ein Gefühl, das jeder einzelne von uns individuell wahrnimmt. Es muss die vorrangige Aufgabe der Stadtverwaltung sein, dass sich hier in Böblingen und Dagersheim nicht nur jeder sicher ist sondern sich auch in Sicherheit fühlt.

Viel wichtiger als  nur konsequent strafrechtliche Maßnahmen durchzuführen und konsequent das Gesetz hier durchzusetzen, ist es meiner Meinung nach aber, dass die Stadtverwaltung und allen voran der Oberbürgermeister das wir-Gefühl und die Bereitschaft konsequent stärkt, auf andere zuzugehen und andere zu unterstützen. Nicht nur durch die Förderung des aktiven Vereinslebens, sondern vor allem durch das Initiieren eines größeren sozialen Zusammenhalts in ganz Böblingen und Dagersheim:

Wäre es nicht ideal, wenn wieder jeder jeden in der Nachbarschaft kennt, wenn aktive Nachbarschaftshilfe gelebt wird, wenn Menschen sich gegenseitig aushelfen und unterstützen? Dies bedeutet, Böblingen mit allen seinen 'Vierteln' zukünftig als ein 'großes Dorf' mit einem funktionierenden Miteinander zu denken und dieses Konzept zügig umzusetzen und mit Leben zu füllen. Ideen dafür gibt es bereits im Kleinen, z. B. bei befreundeten Familien und in aktiv gelebter Nachbarschaftshilfe. Dafür müssen die Stadtverwaltung und allen voran der Oberbürgermeister zukünftig auf alle Mitbürgerinnen und Mitbürger aktiv zugehen mit neuen Initiativen für ein verbessertes Miteinander, sowohl eigenen als auch kreativen Vorschlägen aus der Bürgerschaft. Diese Initiativen muss die Stadt anstoßen, zunächst selbst umsetzen oder zumindest fördern und bewerben, damit mit der Zeit die Organisation in die Verantwortung der beteiligten Mitbürgerinnen und Mitbürger übergehen kann.

Zu diesen Initiativen gehören regelmäßige Stadtteil- und Straßenfeste, organisiert mit temporär abgesperrten Straßen, Foodtruck, Tischen, Bänken, Geschirr, dem Spülmobil und Gemeinschaftsspielen. An öffentlichen Plätzen können Foodtrucks als Nachtschwärmerbuden betrieben werden. Ein Stadtteilverein, der sich über eine kleine Nachbarschaft oder aber auch über mehrere Straßen erstrecken kann, haucht dem Projekt Leben ein. Ein kleines Budget von der Stadt ist sehr gut investiertes Geld und hilft zur Unterstützung dieser Projekte, damit jedes 'Viertel' in Quasi-Eigenregie unter unbürokratischer Aufsicht der Stadtverwaltung Verschönerungen und Gemeinschaftsprojekte durchführen kann. Gegenseitige Unterstützungs- und Hilfsangebote für jung und alt, wie z. B. Hausaufgaben- oder Kinderbetreuung einerseits und Einkaufen und Botengänge sowie Hilfe bei der digitalen Teilhabe andererseits gehören auch dazu. Dies stärkt das individuelle Verantwortungsgefühl und kann als Motivation und zur Wertschätzung prämiert werden unter der Initiative 'unsere Stadt wird besser und schöner'.

Durch die Integration aller Bürgerinnen und Bürger, jung und alt, alteingesessen und zugezogen ebenso wie Migranten und Flüchtlinge, in ein lebendiges Böblingen wird sich das Gefühl der Isolation und Einsamkeit in eines der Sicherheit wandeln. Der attraktivere Lebensraum animiert zum 'Aus dem Haus gehen', steigert das wir-Gefühl, hemmt die Schwelle des 'Aufeinander zugehen', bekämpft die Anonymität und stärkt den sozialen Kontakt im wirklichen Leben. Das ist gelebte Integration und Inklusion. Mobbing und Aggressionen können durch verantwortungsvolle Mitbürgerinnen und Mitbürger im Keim erstickt werden, Drogen und Alkohol verlieren an Bedeutung, Betrüger und Einbrecher werden abgeschreckt. Häusliche Gewalt kann so auch zurückgehen. Soziales Engagement  und Zivilcourage wird gefördert und wertgeschätzt.

Ein gesteigertes Selbstbewusstsein und ein Gefühl des Dazugehörens durch ein gutes Lebensgefühl in unserem Böblingen mit noch besserer Lebensqualität und viel Raum und Möglichkeiten, um sich selbst zu verwirklichen, bringt ein höheres Gefühl der Sicherheit und schützt auch vor dem Abgleiten in die Kriminalität.

Die BBapp hilft als soziales Medium bei der Organisation und der Vernetzung einzelner Initiativen und wird so zum gelebten Instrument realer sozialer Kontakte.

Bis sich dieses ideale Stadtbild in Böblingen durchgesetzt haben wird, helfen die konventionellen Mittel der Kriminalitätsbekämpfung:

Durch die Vernetzung mittels der BBapp und anderer Medien müssen uns allen auch Warnmeldungen der Polizei und Nachbarschaftshilfe zur Gewalt-, Betrugs- und Einbruchsvorsorge schneller zugänglich gemacht werden, damit wir uns schützen können.

Gleichzeitig müssen aber auch die lokalen Ursachen für Kriminalität angegangen und diesen entgegengewirkt werden: durch den Ausbau der Jugend- und Sozialarbeit sowie verstärkter Prävention, durch den konsequenten Ausbau von Bildungsmöglichkeiten sowie durch Stärkung der bestehenden und neu anzusiedelnden Unternehmen und Gewerbebetriebe, sodass allen ein ihrer Qualifikation entsprechender Arbeitsplatz angeboten werden kann.

Darüber hinaus muss alles darangesetzt werden, dass Stadtbereiche, die aktuell schmuddelig oder dunkel sind oder eine düstere Hinterhofatmosphäre ausstrahlen, durch schöne Bepflanzung, Stadtmobiliar und intelligente Stadtplanung lebenswerter werden, damit diese heller und belebter sind und unser aller Sicherheit steigt. Müll, Graffitis und Beschädigungen im öffentlichen Raum müssen konsequent und zügig beseitigt werden.

Eine erhöhte Präsenz und verstärkte Zusammenarbeit von Polizei- und Ordnungsbeamten in der Stadt, vorrangig in den Problemzonen, sowie der Einsatz von Kameras, wo dieser möglich und notwendig ist, helfen natürlich auch, die Sicherheit zu erhöhen.

 

Was die Sicherheit im Straßenverkehr angeht, muss eine intelligente und durchdachte ÖPNV- und Verkehrsplanung mit ausreichend geordneten Parkmöglichkeiten neben und nicht auf unseren Straßen, weniger Beschilderungen und weniger Kreuzungen sowie mehr Platz für alle Verkehrsteilnehmer endlich umgesetzt werden, um die Gefahren in unserem Straßenverkehr zu verringern und mehr Sicherheit in unsere Stadt zu bringen. Infolgedessen erhalten Kinder wieder sichere Wege zu Kita und Schule und müssen nicht von Ihren Eltern dorthin gefahren werden.

 
 

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